Aktuelles

Kölner zeigen, dass es geht: Klimaschutz passt in den Alltag

80 Kölner Haushalte haben seit Mai 2011 als „KlimaHaushalt“ gelebt. Dabei haben sie Tipps und Maßnahmen zum Klimaschutz in den Bereichen Ernährung, Energie und Mobilität in ihrem Alltag umgesetzt. Der Feldversuch lief im Forschungsprojekt KlimaAlltag und ist jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Viele wollten ein „KlimaHaushalt“ werden: Ingesamt 240 Bewerbungen erhielt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW), die den Feldversuch betreut. „Wir waren sehr überrascht, dass so viele bereit waren, an unserem aufwendigen Feldversuch teilzunehmen. Das zeigt ein hohes Interesse, aktiv etwas für das Klima zu tun“, sagt Frank Waskow von der VZ NRW. Der Feldversuch mit schließlich 80 Haushalten war Teil des Forschungsprojekts KlimaAlltag, das vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung geleitet wird.

Im Feldversuch hatten sich die „KlimaHaushalte“ aus verschiedenen Milieus und Schichten freiwillig verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Dabei ging es um die Bereiche Wohnen und Energienutzung im Haushalt, Ernährung und Mobilität. Die Haushalte wurden über ein halbes Jahr von der VZ NRW gezielt dazu beraten und der Versuch wissenschaftlich begleitet. Das ISOE hat die KlimaHaushalte während des Versuchs unter anderem nach ihren positiven Erfahrungen und Hemmnissen bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen befragt.

Bereits jetzt lässt sich sagen, dass der Versuch ein Erfolg war und viele die Beratung angenommen haben. So sagt ein Teilnehmer: „Wenn wir aus dem Haus gehen, werden alle Elektrogeräte abgeschaltet, inklusive Stand-by. Das hat sich schon in den Alltag integriert.“ Die Studien werden nun ausgewertet, abschließende Veröffentlichungen liegen noch im Frühjahr vor. Erste Ergebnisse finden Sie in unserem Hintergrundpapier auf www.klima-alltag.de.

Projektleiter Dr. Immanuel Stieß vom ISOE stellt fest: „Der Feldversuch hat gezeigt, dass es quer durch die Bevölkerung eine große Bereitschaft gibt, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun. Aber vor allem Haushalte mit geringem Einkommen befürchten, durch Klimaschutzmaßnahmen finanziell oder zeitlich überfordert zu sein. Da sind individuelle Lösungen und Beratung nötig.“
Nähere Informationen:
www.klima-alltag.de/News-Single.36.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=18&cHash=75b1cadfd7db56e1a4e551f6cfb0d96b

Minderung der Treibhausgasemissionen ein großer Erfolg

Gemeinsame Pressemitteilung von Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA)
Auch in der Phase wirtschaftlicher Erholung im Jahr 2010 konnte Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Gegenüber dem Basisjahr 1990 sind die Treibhausgasemissionen Deutschlands im Jahr 2010 fast 25 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. “Die Erfolge Deutschlands beim Klimaschutz sind auch im internationalen und europäischen Vergleich beispielhaft. Wir zeigen, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Wir wollen auf diesem Weg weiter voran schreiten und eine Verminderung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 erreichen. Knapp zwei Drittel des Wegs haben wir bereits geschafft und wir können feststellen, dass von unserer Klimaschutzpolitik gleichzeitig kräftige Impulse für Wirtschaftswachstum, Innovation und Beschäftigung ausgehen”, sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Die detaillierten Daten für das Jahr 2010 gehen aus dem vom Umweltbundesamt (UBA) erstellten Nationalen Inventarbericht 2012 hervor, den Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt jetzt veröffentlicht haben. Nach dem Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 stiegen die Emissionen zwar aufgrund der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht um 2,7 Prozent an, die Emissionen lagen 2010 aber immer noch um etwa 4 Prozent unter denen des Vorkrisenjahres 2008.

Im Jahr 2010 war die Freisetzung von Kohlendioxid mit einem Anteil von 87,4 Prozent Hauptverursacher der Treibhausgasemissionen. Diese stammten größtenteils aus der Verbrennung fossiler Energieträger, deren Verbrauch in Folge der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht gestiegen ist. Demgegenüber steht ein überdurchschnittlicher Rückgang der Emissionen der anderen Treibhausgase.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth sagte: “Deutschland zeigt, dass die Kyoto-Verpflichtungen umsetzbar sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Weg der Treibhausgasminderung erfolgreich weiter gehen können, wenn wir Energieeffizienz und erneuerbare Energien beherzt voranbringen.”

Weitere Informationen und Links:
Weiter Informationen finden Sie um Internet unter www.bmu.de oder www.uba.de.
Eine Grafik zur Darstellung der Treibhausgasemissionsentwicklung finden Sie unter:
www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2012/pdf/pd12-002_treibhausgasemissionen_grafiken.pdf
Der Nationale Inventarbericht zum Download:
cdr.eionet.europa.eu/de/eu/ghgmm/envtw7blw/2012_01_12_NIR_2012_EU-Submission_deutsch.pdf
Der Bericht erscheint in Kürze auch in der UBA-Reihe „Climate Change“.

Meldung vom 16.1.2012 von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

KLIMZUG Statuskonferenz

“Kräfte bündeln und Kräfte wecken!” hieß es am 2. und 3. November 2011 auf der KLIMZUG-Statuskonferenz im Umweltforum Berlin. Die sieben KLIMZUG-Verbundprojekte nutzten die Gelegenheit, um den rund 270 Teilnehmern einen Einblick in ihre Zwischenergebnisse auf dem Weg zu einer integrierten Anpassungsstrategie zu geben. Diese Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die nationale aber auch internationale Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die Kraft der Netzwerke, in denen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vereint sind, stand im Mittelpunkt der Konferenz.
Präsentationen und Eindrücke unter
www.klimzug.de/de/863.php

ExWoSt-Fachtagung „Kommunale Klimapolitik“

Am 04.11.2011 fand im Ratssaal der Stadt Syke die Fachtagung „Kommunale Klimapolitik” im Rahmen des ExWoSt-Projektes des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) statt.
Der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sind eine besondere Herausforderung für die Kommunen. Die Notwendigkeit sich mit diesen Themen zu befassen spiegelt sich im großen Interesse der über 100 Teilnehmenden an der Fachtagung wider. Die Fachtagung wurde von Herrn Dr. Guido Nischwitz vom IAW der Universität Bremen organisiert.
Bürgermeister Dr. Harald Behrens freute sich, den Staatssekretär Herrn Dr. Stefan Birkner vom Niedersächsischen Umweltministerium als designierten Umweltminister begrüßen zu können, sowie zahlreiche kommunale Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung aus Nordwestdeutschland. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie neue Strategien und integrierte Konzepte für eine klimagerechte Stadtentwicklung aussehen können.
Zu Beginn erläuterte Staatssekretär Dr. Birkner die Handlungsansätze des Landes Niedersachsen, was in eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmern mündete. In einem sich anschließenden thematischen Block wurden die sich abzeichnenden Folgen des Klimawandels auf Nordwestdeutschland erläutert und die Bedeutung und Funktion einer klimagerechten Stadtentwicklung (-spolitik) herausgestellt. Daran anschließend zeigten die Bürgermeister der Gemeinde Saerbeck und der Stadt Syke sowie der 1. Gemeinderat der Gemeinde Ganderkesee eindrucksvoll auf, dass auch kleinere und mittelgroße Kommunen die Möglichkeit haben, aktiv eine erfolgreiche Klimapolitik zu betreiben.
Der zentralen Problemstellung für die Teilnehmenden, wie solche Vorhaben in Zeiten knapper kommunaler Kassen und Ressourcen gestemmt werden können, wurde am Nachmittag in verschiedenen Beiträgen Rechnung getragen.
Begleitend zur Tagung standen den Teilnehmenden Experten an sogenannten „Beratungsinseln” mit Rat und Tat zur Seite.
Eine kurze abschließende Podiumsrunde unterstrich die Komplexität dieser Thematik sowie die zentrale Rolle, die die Kommunen bei der Klimaanpassung einnehmen. Dabei wurde deutlich, dass Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zwei Seiten einer Medaille einer klimagerechten Stadtentwicklung sind. Während die Kommunen beim Klimaschutz bereits auf vielfältige Instrumente, Maßnahmen und Erfahrungen zurückgreifen können, steht man bei der Anpassung an den Klimawandel erst am Anfang. Geprägt wird die Ausgangslage durch vielfältige Unsicherheiten, was die Abschätzung der eigenen Betroffenheit, der Handlungsnotwendigkeit, der Kosten und Nutzen sowie die Zuordnung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Anpassungsmaßnahmen betrifft.
In seinem Schlussstatement wies Dr. Behrens noch einmal auf die Herausforderungen aber auch auf die sich bietenden Chancen hin, die sich durch eine aktive Klimapolitik ergeben. Dies sei nur durch eine stärkere Zusammenarbeit der Akteure innerhalb einer Kommune, in der Region und zwischen den Kommunen zu bewältigen. Dabei bedankte er sich u.a. bei Vertretern der Metropolregion Bremen-Oldenburg, dem Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen, dem KLIMZUG-Projekt nordwest2050 und dem StadtKlimaExWoSt-Modellvorhaben des Bundes für die sehr gute Kooperation.
Diese Meldung und die Präsentationen finden Sie unter
www.syke.de/internet/page.php?site=14&id=6000354&rubrik=6000017

Neue Kommunalrichtlinie online

Novellierte Richtlinie und aktualisierte Merkblätter liegen vor
Vom 1. Januar bis 31. März 2012 sind wieder Anträge für das Programm zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative möglich. Die novellierte Richtlinie und die zentralen Änderungen für 2012 finden Sie www.kommunaler-klimaschutz.de/f%C3%B6rderprogramme/bmu-f%C3%B6rderprogramm

Nähere Informationen: www.kommunaler-klimaschutz.de

Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz in Kraft getreten

Am 25. November 2011 trat das Gesetz zur Novellierung des Energiebetriebene-Produkte-Gesetzes (EBPG) in Kraft. Damit wird die neugefasste Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) der Europäischen Union in deutsches Recht umgesetzt und der Gesetzestitel in „Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG)“ geändert.

Der Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann: „Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und eine Chance für unsere heimischen Hersteller. Das Gesetz leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz von Produkten. Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit werden in einer Marktwirtschaft am wirksamsten verbessert, wenn sie sich im fairen Wettbewerb durchsetzen. Die dem EVPG zugrunde liegende Ökodesign-Richtlinie schafft dafür europaweit einheitliche Voraussetzungen. Für deutsche Hersteller, die in Sachen Energie und Ressourceneffizienz schon heute in vielen Bereichen Marktführer sind, bieten Effizienzstandards die Chance, weitere Marktanteile zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen. Grundvoraussetzung für fairen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt ist eine effektive Überwachung europäischer Produktvorschriften. Dafür legt das heute in Kraft getretene Gesetz ein stabiles Fundament.“

Weiterführende Informationen
Die Richtlinie 2009/125/EG hat den Geltungsbereich der Ökodesign-Richtlinie (2005/32/EG) von energiebetriebenen auf energieverbrauchsrelevante Produkte erweitert. Die Richtlinie erlaubt der EU-Kommission, Mindestanforderungen für die umweltgerechte Gestaltung dieser Produkte festzulegen. Dadurch soll der Energieverbrauch gesenkt, der Materialaufwand vermindert und die Belastung mit Schadstoffen reduziert werden. Zugleich wird ein Beitrag zur Sicherheit der Energieversorgung geleistet. Mit der Gesetzesnovelle werden zudem einige Vorschriften des EBPG zu Marktüberwachung und Akkreditierung an die Verordnung (EG) Nr. 765/2008 angepasst. Dadurch erhalten die zuständigen Behörden der Länder verbesserte Befugnisse für die Überprüfung von Produkten aus dem In- und
Ausland. Das BMWi setzt sich bei der Umsetzung der Richtlinie für technologieneutrale Produktanforderungen ein, die technisch machbar, wirtschaftlich vertretbar und ökologisch sinnvoll sind.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.ebpg.bam.de

Nähere Informationen auch unter: www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/gesetze,did=212540.html

Text entnommen aus der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 25.11.2011

Klimanavigator – Netzwerk der Klimaforschung in Deutschland

Ziel des Klimanavigators ist, einen Überblick über die klimarelevante Forschung sowie über Klimawandel und Klimaanpassungsinitiativen zu vermitteln. Die Webplattform richtet sich in erster Linie an Nutzer aus Politik und Wirtschaft, die mit den Fragen des Klimawandels konfrontiert sind. Auch die Medien, Bildungseinrichtungen und interessierte Laien können profitieren.

Die Forschung in Deutschland verfügt über ein besonderes Leistungsvermögen beim Generieren von Wissen über Prozesse in der Atmosphäre, den Ozeanen, auf der Landoberfläche und z.B. in Polarregionen sowie über das Ausmaß und die Folgen von natürlichen und anthropogenen Umweltveränderungen. Viele Forschungs- und Service-Institutionen stellen wissenschaftlich basierte Informationen für diverse Anwendungsfelder zur Verfügung. Allerdings besteht oft das Problem, in dem großen Wissensangebot das Gewünschte zu finden.

Um den Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu verbessern, hat das Climate Service Center des Helmholtz-Zentrums Geesthacht mit Sitz in Hamburg zusammen mit zahlreichen Partnerorganisationen den “Klimanavigator” als nationales Internetportal für Klimainformationen entwickelt. Der Klimanavigator wird technisch vom Climate Service Center betreut, ist aber ein Kooperationsprojekt zahlreicher deutscher Klimaforschungseinrichtungen. Über Inhalt und Struktur entscheiden die beteiligten Partner gemeinsam. Eine Beteiligung ist kostenlos, erfordert jedoch die Unterzeichnung einer Vereinbarung. Registrierte Partner haben die Möglichkeit, aktiv am Inhalt und an der Gestaltung des Klimaportals mitzuwirken.

Text entnommen aus: www.klimanavigator.de/idee/index.php

Klimarechner kalkuliert Treibhausgaswirkungen

Die direkten Treibhausgasemissionen der Abfallwirtschaft tragen global zwar “nur” mit etwa drei bis fünf Prozent zu den anthropogen verursachten Klimabelastungen bei, der Abfallsektor kann jedoch ein Mehrfaches an Treibhausgaseinsparungen in anderen Wirtschaftsbereichen induzieren. Eine ganzheitliche Betrachtung offenbart, dass Maßnahmen der Vermeidung und Verwertung von Abfällen nicht nur Ressourcen und Energie sparen, sondern dadurch zugleich auch Treibhausgasemissionen reduzieren.

Gemäß Bilanzierungsregeln des Intergovernmental Panel on Climate Change werden durch stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen erzielte Emissionsminderungen entweder anderen Quellkategorien – zum Beispiel. Energie oder industrielle Prozesse – zugeordnet, um Doppelzählungen zu vermeiden, oder aber sie werden – im Fall der Abfallvermeidung – nicht bilanziert.

Eine geordnete und Ressourcen schonende Abfall- und Kreislaufwirtschaft mindert Treibhausgasemissionen insbesondere durch
Vermeidung des besonders klimaschädlichem Methans (“Deponiegas”),
effiziente Ressourcennutzung (Recycling), und
die energetische Nutzung von Abfällen (Substitution von fossilen Energieträgern).

Modellrechnungen für ausgewählte Entwicklungsländer zeigen, dass durch den Aufbau von nachhaltigen Abfallwirtschaftssystemen Entwicklungs- und Schwellenländer ihre Treibhausgasbilanz um 10 bis 15 Prozent entlasten können. Zur besseren Berücksichtigung des Klimaschutzes bei der Entwicklung von Abfallwirtschaftskonzepten hat die KfW Entwicklungsbank in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit vom IFEU-Institut ein auf Excel basierendes Bilanzierungsinstrument für Treibhausgase in englischer und spanischer Sprache entwickeln lassen – den “Klimarechner Abfallwirtschaft”. Mit diesem Tool können die Klimaschutzeffekte der Abfallwirtschaft frühzeitig in Entscheidungen bei Abfallwirtschaftsstrategien einbezogen werden.

Rechnungen ohne großen Aufwand

Mit dem Klimarechner können für ein Entsorgungsgebiet – sei es ein Land, eine Region oder eine Kommune – die Treibhausgaswirkungen für verschiedene Entsorgungsarten kalkuliert werden. Der Klimarechner kann auch ohne aufwändige Datenerhebungen (Abfallarten, Mengen, Zusammensetzungen, Eigenschaften) mit Hilfe von Referenzwerten überschlägige Ergebnisse für die Treibhausgaswirkungen kalkulieren. Darüber hinaus liefert der Rechner die ungefähren Kosten der jeweiligen Strategie sowie die CO2-Vermeidungskosten.

Manual, Exceltool und Beispielrechnung können über die unten stehenden Links herunter geladen werden.
Weiterführende Informationen

SWM GHG Calculator – Manual (PDF, 1,35 MB, nicht barrierefrei): www.kfw-entwicklungsbank.de/ebank/DE_Home/Sektoren/Abfall/Klimarechner_/Klimarechner_Feb2010.pdf

Calculadora MRS-GEI. Herramienta (PDF, 2,2 MB, nicht barrierefrei): www.kfw-entwicklungsbank.de/ebank/DE_Home/Sektoren/Abfall/Klimarechner_/Tool-Manual_spanisch.pdf

ifeu – SWM GHG-Calculator:www.ifeu.org/index.php?bereich=abf&seite=klimarechner

ifeu – Exceltool und Beispielrechnung:www.ifeu.org/index.php?bereich=abf&seite=klimarechner

Originaltext siehe kfw-Entwicklungsbank: www.kfw-entwicklungsbank.de/ebank/DE_Home/Sektoren/Abfall/Klimarechner_/index.jsp

Bundesministerien und Behörden setzen zukünftig auf GOGREEN

Der Bund hat seinen Rahmenvertrag ‘Standardpaketversand der Bundesbehörde’ seit 1. September auf Klimafreundlichkeit umgestellt
Alle Bundesministerien und die meisten Bundesbehörden versenden zukünftig Pakete nur noch mit dem GOGREEN-Service von Deutsche Post DHL. Insgesamt sind das mehr als 500 Behörden und Dienststellen des Bundes in Deutschland. Erwartet wird eine Menge von mehr als 600.000 GOGREEN-Paketen pro Jahr für den nationalen und internationalen Versand.
„Der Bund hat eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz, deshalb ist der Umstieg auf den klimafreundlichen Versand wegweisend“, sagt Rainer Wend, Zentralbereichsleiter Politik und Unternehmensverantwortung von Deutsche Post DHL.
Andrej Busch, CEO von DHL Paket Deutschland, ergänzt: „Dass immer mehr Kunden zum GOGREEN-Versand wechseln, unterstreicht das wachsende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung und in den Unternehmen. Der Bund als neuer Großkunde für GOGREEN ist ein Beleg dafür, dass immer mehr Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in ihrem Tagesgeschäft auf Klimaschutz achten.“
Der Direktor des Beschaffungsamtes des BMI, Klaus-Peter Tiedtke, unterstreicht die besondere Verantwortung des Bundes für das Thema Nachhaltigkeit: “Mit dem Programm der Bundesregierung zur Nachhaltigkeit wurde u.a. das Thema umweltfreundliche Beschaffung mit höchster politischer Priorität versehen. Das Beschaffungsamt des BMI, das im Auftrag des Bundesverwaltungsamtes den Rahmenvertrag über den ‚Standardpaketversand der Bundesbehörden’ abgeschlossen hat, nimmt mit der Umstellung auf klimaneutralen Paketversand seine Verantwortung und Verpflichtung aus dem Nachhaltigkeitsprogramm wahr und kann den gesteckten Zielen zur Reduktion der CO2-Emission des Bundes wieder ein Stück näher kommen“

Die Deutsche Post DHL bietet das „grüne“ Paket seit fünf Jahren an, und das Volumen steigt stetig. 2010 wurden bereits 1,7 Milliarden GOGREEN-Sendungen weltweit verschickt. Der „grüne“ Service des Post- und Logistikkonzerns bündelt alle Produkte und Services, bei denen die CO2-Emissionen vollständig erfasst und ausgeglichen werden. Der Ausgleich des Ausstoßes erfolgt überwiegend über den Kauf von Emissionszertifikaten aus externen Klimaschutzprojekten und bietet so Geschäfts- und Privatkunden die Möglichkeit zum Klimaschutz. 2010 wurden mehr als 82.000 Tonnen CO2 ausgeglichen.

www.bescha.bund.de/cln_091/nn_663232/SharedDocs/Aktuelles/Wissenswertes/2011/deutsche__post__dhl.html?__nnn=true

“Aktionsplan Anpassung” zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Das Bundeskabinett hat am 31. August 2011 einen Aktionsplan zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) vom Dezember 2008 beschlossen. Die DAS verfolgt das Ziel, die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt widerstandsfähiger gegenüber Klimaänderungen und deren Folgen zu machen.

Der Aktionsplan unterlegt die in der DAS genannten Ziele und Handlungsoptionen mit spezifischen Aktivitäten. Die Erstellung des Aktionsplans erfolgte in enger Abstimmung mit den Ländern und wurde durch einen Dialog- und Beteiligungsprozess mit Kommunen, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen begleitet. Der Aktionsplan Anpassung stellt vor allem Aktivitäten des Bundes in den kommenden Jahren vor, die vier handlungsfeldübergreifenden strategischen Säulen zugeordnet sind:

Säule 1: Wissen bereitstellen, Informieren, Befähigen
Säule 2: Rahmensetzung durch den Bund
Säule 3: Aktivitäten in direkter Bundesverantwortung
Säule 4: Internationale Verantwortung

Die Schwerpunktsetzungen des Aktionsplans geben zugleich eine Orientierung für andere Akteure. Neben der Darstellung der bundesseitigen Vorhaben spricht der Aktionsplan beispielhaft gemeinsame Aktivitäten von Bund und Ländern an. Im Mittelpunkt stehen hier das Klimafolgenmonitoring und Frühwarnsysteme. Außerdem gibt der Aktionsplan einen zusammenfassenden Überblick über die Initiativen und Prozesse der Bundesländer zur Entwicklung eigener Anpassungsstrategien und -aktionspläne.
Mehr Informationen unter:
www.bmu.de/klimaschutz/downloads/doc/47641.php
www.anpassung.net