Aktuelles

Bundesministerien und Behörden setzen zukünftig auf GOGREEN

Der Bund hat seinen Rahmenvertrag ‘Standardpaketversand der Bundesbehörde’ seit 1. September auf Klimafreundlichkeit umgestellt
Alle Bundesministerien und die meisten Bundesbehörden versenden zukünftig Pakete nur noch mit dem GOGREEN-Service von Deutsche Post DHL. Insgesamt sind das mehr als 500 Behörden und Dienststellen des Bundes in Deutschland. Erwartet wird eine Menge von mehr als 600.000 GOGREEN-Paketen pro Jahr für den nationalen und internationalen Versand.
„Der Bund hat eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz, deshalb ist der Umstieg auf den klimafreundlichen Versand wegweisend“, sagt Rainer Wend, Zentralbereichsleiter Politik und Unternehmensverantwortung von Deutsche Post DHL.
Andrej Busch, CEO von DHL Paket Deutschland, ergänzt: „Dass immer mehr Kunden zum GOGREEN-Versand wechseln, unterstreicht das wachsende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung und in den Unternehmen. Der Bund als neuer Großkunde für GOGREEN ist ein Beleg dafür, dass immer mehr Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in ihrem Tagesgeschäft auf Klimaschutz achten.“
Der Direktor des Beschaffungsamtes des BMI, Klaus-Peter Tiedtke, unterstreicht die besondere Verantwortung des Bundes für das Thema Nachhaltigkeit: “Mit dem Programm der Bundesregierung zur Nachhaltigkeit wurde u.a. das Thema umweltfreundliche Beschaffung mit höchster politischer Priorität versehen. Das Beschaffungsamt des BMI, das im Auftrag des Bundesverwaltungsamtes den Rahmenvertrag über den ‚Standardpaketversand der Bundesbehörden’ abgeschlossen hat, nimmt mit der Umstellung auf klimaneutralen Paketversand seine Verantwortung und Verpflichtung aus dem Nachhaltigkeitsprogramm wahr und kann den gesteckten Zielen zur Reduktion der CO2-Emission des Bundes wieder ein Stück näher kommen“

Die Deutsche Post DHL bietet das „grüne“ Paket seit fünf Jahren an, und das Volumen steigt stetig. 2010 wurden bereits 1,7 Milliarden GOGREEN-Sendungen weltweit verschickt. Der „grüne“ Service des Post- und Logistikkonzerns bündelt alle Produkte und Services, bei denen die CO2-Emissionen vollständig erfasst und ausgeglichen werden. Der Ausgleich des Ausstoßes erfolgt überwiegend über den Kauf von Emissionszertifikaten aus externen Klimaschutzprojekten und bietet so Geschäfts- und Privatkunden die Möglichkeit zum Klimaschutz. 2010 wurden mehr als 82.000 Tonnen CO2 ausgeglichen.

www.bescha.bund.de/cln_091/nn_663232/SharedDocs/Aktuelles/Wissenswertes/2011/deutsche__post__dhl.html?__nnn=true

“Aktionsplan Anpassung” zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Das Bundeskabinett hat am 31. August 2011 einen Aktionsplan zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) vom Dezember 2008 beschlossen. Die DAS verfolgt das Ziel, die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt widerstandsfähiger gegenüber Klimaänderungen und deren Folgen zu machen.

Der Aktionsplan unterlegt die in der DAS genannten Ziele und Handlungsoptionen mit spezifischen Aktivitäten. Die Erstellung des Aktionsplans erfolgte in enger Abstimmung mit den Ländern und wurde durch einen Dialog- und Beteiligungsprozess mit Kommunen, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen begleitet. Der Aktionsplan Anpassung stellt vor allem Aktivitäten des Bundes in den kommenden Jahren vor, die vier handlungsfeldübergreifenden strategischen Säulen zugeordnet sind:

Säule 1: Wissen bereitstellen, Informieren, Befähigen
Säule 2: Rahmensetzung durch den Bund
Säule 3: Aktivitäten in direkter Bundesverantwortung
Säule 4: Internationale Verantwortung

Die Schwerpunktsetzungen des Aktionsplans geben zugleich eine Orientierung für andere Akteure. Neben der Darstellung der bundesseitigen Vorhaben spricht der Aktionsplan beispielhaft gemeinsame Aktivitäten von Bund und Ländern an. Im Mittelpunkt stehen hier das Klimafolgenmonitoring und Frühwarnsysteme. Außerdem gibt der Aktionsplan einen zusammenfassenden Überblick über die Initiativen und Prozesse der Bundesländer zur Entwicklung eigener Anpassungsstrategien und -aktionspläne.
Mehr Informationen unter:
www.bmu.de/klimaschutz/downloads/doc/47641.php
www.anpassung.net

Neues Suchportal für Kommunen mit Verkehrs- und Klimaschutzberatern

“Klimaschutz konkret”
Ein Verbundprojekt des Deutschen Energieberater-Netzwerkes e.V.
und des Bundesverbandes für Umweltberatung bfub e.V.
Für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen bedarf es der Unterstützung von vielen Experten. Eine der zentralen Aufgaben des Projekts Klimaschutz konkret ist die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von qualifizierten Berater/innen. Insbesondere die Verkehrsplanung spielt zur Erreichung kommunaler Klimaschutzziele eine große Rolle. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU werden unter anderem nachhaltige Verkehrskonzepte gefördert.
Vor diesem Hintergrund ist das Projekt Klimaschutz konkret, bestehend aus vier Bausteinen, entwickelt worden. Die noch laufenden Bausteine des Verbundprojektes sind gegliedert in:
• Schulung und Qualifizierung zum/r Klimaschutzberater/innen
• Erarbeitung eines Handbuches für Klimaschutzberater/innen
• Qualitätssicherung und Aufbau der Klimaschutzberater/innen-Datenbank.
In der Datenbank haben Verkehrsplaner/innen unter Voraussetzung ihrer fachlichen Qualifikation unter anderem die Möglichkeit sich mit ihrem Profil listen zu lassen und sich mit anderen Fachexperten zu vernetzen, so dass Kommunen Berater in der unmittelbaren Nähe finden können. Das Portal ist zu finden unter www.klimaschutzberaterdatenbank.de
Das DEN e.V. hat in der kommunalen Beratung einen enormen Qualifizierungs- und Fortbildungsbedarf festgestellt. Dies spiegelt sich in der großen Resonanz bei den derzeitigen Fortbildungsangeboten zum/zur Klimaschutzberater/in wieder. Darüber hinaus werden qualitätssichernde Maßnahmen ergriffen, um einen Qualitätsstandard für Kommunen zu gewährleisten.
Das Projekt wird gefördert im Rahmen der BMU-Klimaschutzinitiative.

Ausführliche Informationen zum Projekt und den Schulungsangeboten der DEN-Akademie
unter www.den-ev.de/klimaschutzkonkret/projekt.html oder direkt unter Tel.: 069-9043679-
34, E-Mail: klimaschutzkonkret@den-ev.de.
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Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V.
Franziusstrasse 8-14, 60314 Frankfurt am Main, Ansprechpartnerin: Pamela Faber

Dienstreisen der Bundesregierung nicht mehr klimaneutral

Umwelt/Antwort – 23.05.2011
Berlin: (hib/HLE) Dienstreisen der Bundesregierung erfolgen aufgrund von Haushaltskürzungen nicht mehr vollständig ”klimaneutral“. Dies bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/5676) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/5150). Die Fraktion verweist in ihrem Vorwort auf einen Beschluss der Bunderegierung vom 28. Februar 2007, wonach die bei unvermeidbaren Dienstflügen sowie Dienstfahrten mit dem Pkw produzierten Treibhausgase an anderer Stelle durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert werden sollten. Dazu stellt die Bundesregierung fest, dass sie für den Haushalt 2011 Mittel in Höhe von 4,21 Millionen Euro für die Fortführung der Kompensation der durch Dienstreisen verursachten Treibhausgasemissionen angemeldet habe. Das Geld hätte gereicht, um die Emissionen des Jahres 2010 zu kompensieren. Der Haushaltsausschuss und der Bundestag hätten jedoch beschlossen, den Ansatz als Beitrag zur Haushaltssanierung auf 2,15 Millionen Euro zu reduzieren. ”Die Bundesregierung hat bereits gegenüber dem Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit betont, dass sie diesen Schritt des Deutschen Bundestages bedauert“, heißt es in der Antwort.

Zu den bisher geförderten Projekten gehören zum Beispiel Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Indien, die Kohlendioxid durch die Verfeuerung von Biomasse (insbesondere Reishülsen) vermeiden und Strom für zwei Spinnereien erzeugen. Durch das Projekt würden Arbeitsplätze geschaffen, und die dezentrale Stromproduktion führe zur Reduzierung von Übertragungsverlusten. Gefördert werden auch eine Biogasanlage in Nepal und eine Deponieentgasungsanlage in Brasilien, mit der der Ausstoß des als besonders klimaschädlich geltenden Methangases verhindert werden soll.

entnommen aus:http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_05/2011_205/01.html

Grüne Musik zur IFA? Hi-Fi-Kompaktanlagen mit Eco-Modus sind Umweltfreunde

Effiziente kompakte Hi-Fi-Anlagen verbrauchen 70 bis 75 Prozent weniger Strom als durchschnittliche Geräte. Größter Stromsparer: Das automatische Umschalten in den Eco-Modus bei Nichtbenutzung. Der Niedrigverbrauchsmodus verzichtet auf die Displaybeleuchtung und verbraucht damit weniger Energie als der Standby-Modus. Wenn ein Neukauf ansteht, empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Öko-Instituts deshalb, zu energieeffizienten Geräten zu greifen. Verbraucherinnen und Verbraucher können damit einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Auch im Portemonnaie macht sich der Stromspareffekt bemerkbar: Während für Geräte ohne Eco-Modus jährliche Stromkosten zwischen etwa 12 und 16 Euro anfallen, zahlen Besitzer einer effizienten kompakten Hi-Fi-Anlage mit Eco-Modus nur rund vier Euro für den Stromverbrauch pro Jahr. Geht man davon aus, dass derzeit rund 20 Millionen Geräte in Deutschland in Betrieb sind, könnte man jährlich etwa eine Terawattstunde Energie einsparen, wenn alle kompakten Hi-Fi-Anlagen durch effizientere Geräte ersetzt werden könnten. Das entspricht einem CO2-Reduktionspotenzial von ca. 700.000 Tonnen Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Jahr in Deutschland.
Die meisten Hi-Fi-Kompaktanlagen verfügen nicht über einen Netzschalter. Daher sollten sie bei Nichtbenutzung automatisch nach einer zeitlichen Verzögerung entweder in Standby- oder in den besonders energieeffizienten Eco-Modus wechseln. Aus dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz ist es entscheidend, ob und wie in der Praxis der Eco- oder der Standby-Modus zum Zug kommt. Denn bei vielen Geräten ist entweder die automatische Energiesparfunktion gar nicht vorhanden oder nur mit einer komplizierten Tastenkombination auf der Fernbedienung möglich. Häufig sind solche Hinweise selbst in der Bedienungsanleitung kaum auffindbar. Viele Geräte bleiben auch nach Abspielen einer CD immer im eingeschalteten Zustand

PROSA – Methode für die Kriterienentwicklung für Umweltkennzeichnung

Für die Ableitung von Vergabekriterien für das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ prüft das Öko-Institut gemäß ISO 14024, welche Umweltauswirkungen für die potenzielle Vergabe eines Klimaschutz-Umweltzeichens relevant sind. Neben dem Energieverbrauch und dem Treibhausgasausstoß werden weitere wichtige Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte analysiert wie die umweltgerechte Produktion, die Schadstofffreiheit, der Gesundheits- und Arbeitsschutz, die Reparaturfreundlichkeit oder die Recyclingfähigkeit.

Weitere Informationen:

Studie PROSA – Kompakte Hi-Fi-Anlagen des Öko-Instituts für die Entwicklung von Kriterien für das Umweltzeichen für klimarelevante Produkte und Dienstleistungen

Informationen zur Vergabegrundlage der Produktgruppe RAL-UZ 146 – Kompakte HiFi-Anlagen des Blauen Engels:www.blauer-engel.de/de/produkte_marken/vergabegrundlage.php?id=195

Informationen zum Blauen Engel mit dem Zusatz „Schützt das Klima“ und nachhaltigen Konsum auf der Website des Öko-Instituts www.oeko.de/forschung_beratung/themen/nachhaltiger_konsum/dok/1122.php

Ansprechpartner:
Siddharth Prakash
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Büro Freiburg
Telefon: +49 761 45295-244
E-Mail: s.prakash@oeko.de

Das Projekt Top 100 – Umweltzeichen für klimarelevante Produkte wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiaitve (NaKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Emissionsausgleich mit der Klima-Kollekte

Der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn, der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter oder der Einbau einer neuen Heizung bieten große Potenziale, Kohlendioxid-Emissionen zu senken. Trotzdem werden immer Emissionen übrig bleiben, die nicht eingespart werden können und die zum Klimawandel beitragen. Zum Ausgleich dieser unvermeidbaren Emissionen bieten die christlichen Kirchen in Deutschland mit ihrer Klima-Kollekte einen Kohlendioxid-Kompensationsfonds an. Mit Hilfe des Emissionsrechners der Klima-Kollekte können zunächst die Treibhausgas-Emissionen aus den Bereichen Heizen, Stromverbrauch, Mobilität und Papierverbrauch sowie für Veranstaltungen bestimmt werden. Der Klimarechner weist anschließend einen Betrag aus, mit dem die TeilnehmerInnen Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer Partner unterstützen können. Aktuell fließen Mittel in Projekte zur Erstellung von Biogasanlagen in Indien, zur Herstellung energiesparender Brennholzmethoden in Südafrika sowie zur Nutzung von Solarenergie in Osteuropa. Gründungsmitglieder der Klima-Kollekte sind „Brot für die Welt“, der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg (FEST) und das Nordelbische Missionszentrum (NMZ). Aus der katholischen Kirche ist bisher das Bischöfliche Hilfswerk Misereor beteiligt.

https://klima-kollekte.de/

Text entnommen aus: Eine-Welt-Nachrichten vom 15.8.2011 der Servicestelle Kommunen in der einen Welt
www.service-eine-welt.de

Klimaschutzziele in den deutschen Bundesländern

Studie zu Klimaschutzzielen in den deutschen Bundesländern

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Eindämmung des Klimawandels das Ziel gesetzt, ihre jährlichen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Auch die meisten Bundesländer möchten ihren Teil zum Klimaschutz beitragen und haben daher entsprechende Minderungsziele verabschiedet.
Hauptziel der Arbeit ist es, die Klimaschutzziele der Bundesländer so vergleichbar zu machen, dass sie untereinander und mit dem 40 %-Ziel der Bundesregierung in Bezug gesetzt werden können. Dabei soll festgestellt werden, ob die Bundesländerziele hoch genug sind, um angemessen zur Erreichung des Bundesziels beizutragen.
Die vom Umweltbundesamt herausgegebene Studie (Texte 15/2011) kann im Internet heruntergeladen werden:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4146.pdf

Festivals sind Klimakiller – Abhilfe schafft der „Klima-Guide“

Allein beim „Hurricane“ entstehen rund 3.500 Tonnen CO2

Sommerzeit ist Festivalzeit. Jedes Jahr pilgern tausende Musikliebhaber zu zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen, um Bands live zu hören, zu feiern und Spaß zu haben. Was die wenigsten wissen: Festivals sind Klimakiller. Eine britische Studie zum Einfluss der Musikindustrie auf Umwelt und Klima hat ergeben, dass die Musikindustrie in Großbritannien Emissionen von 540.000 Tonnen CO2 im Jahr 2007 hatte. Das entspreche umgerechnet den jährlichen Emissionen einer Stadt mit 54.000 Einwohnern oder dem CO2-Ausstoß von 180.000 Autos pro Jahr, wie Utopia – die Internet-Plattform für nachhaltigen Konsum – auf ihrer Homepage beschreibt. Drei Viertel der umweltschädlichen Treibhausgase entstünden durch Live-Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, ein Viertel durch Aufnahmen und Produktion v on Musik – beispielsweise die Herstellung von CDs. Laut eines Artikels in der taz verursacht jedes Festival mit mehr als 40.000 Gästen über 2.000 Tonnen CO2. Das Hurricane Festival in Scheeßel – eines der größten Festivals in Deutschland – zählt im Schnitt 70.000 Besucher. Legt man die Zahlen des taz-Artikels zugrunde, entstehen hier also rund 3.500 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Deutsche verursacht jährlich rund elf Tonnen CO2. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ hat sich die Frage gestellt, was getan werden kann, damit Festivals in dieser Saison nicht zum Klimakiller werden. Als Hilfestellung wurde ein Klima-Guide zusammengestellt, der zeigt, wie klimafreundlich Feierwillige den Festivalsommer genießen können.
Aus: Klimaschutz-Newsletter der Klimaschutzagentur energiekonsens 06/2011
energiekonsens Klimaschutz Newsletter

Weitere Informationen:
Carbon soundings: greenhouse gas emissions of the UK music industry

taz-Artikel vom 20. Juli 2010

Klimafreundlich feiern

Neues Suchportal für Kommunen mit Verkehrs- und Klimaschutzberatern

“Klimaschutz konkret” – Ein Verbundprojekt des Deutschen Energieberater-Netzwerkes e.V.
und des Bundesverbandes für Umweltberatung bfub e.V.

Für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen bedarf es der Unterstützung von vielen Experten. Eine der zentralen Aufgaben des Projekts „Klimaschutz konkret“ ist die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von qualifizierten Berater/innen. Insbesondere die Verkehrsplanung spielt zur Erreichung kommunaler Klimaschutzziele eine große Rolle. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU werden unter anderem nachhaltige Verkehrskonzepte gefördert.

Vor diesem Hintergrund ist das Projekt „Klimaschutz konkret“, bestehend aus vier Bausteinen, entwickelt
worden. Die noch laufenden Bausteine des Verbundprojektes sind gegliedert in:

• Schulung und Qualifizierung zum/r Klimaschutzberater/innen
• Erarbeitung eines Handbuches für Klimaschutzberater/innen
• Qualitätssicherung und Aufbau der Klimaschutzberater/innen-Datenbank.

In der Datenbank haben Verkehrsplaner/innen unter Voraussetzung ihrer fachlichen Qualifikation unter anderem die Möglichkeit, sich mit ihrem Profil listen zu lassen und sich mit anderen Fachexperten zu vernetzen, so dass Kommunen Berater/innen in der unmittelbaren Nähe finden können. Das Portal ist zu finden unter www.klimaschutzberaterdatenbank.de

Das DEN e.V. hat in der kommunalen Beratung einen enormen Qualifizierungs- und Fortbildungsbedarf festgestellt. Dies spiegelt sich in der großen Resonanz bei den derzeitigen Fortbildungsangeboten zum/zur Klimaschutzberater/in wieder. Darüber hinaus werden qualitätssichernde Maßnahmen ergriffen, um einen Qualitätsstandard für Kommunen zu gewährleisten.

Ausführliche Informationen zum Projekt und den Schulungsangeboten der DEN-Akademie
unter www.den-ev.de/klimaschutzkonkret/projekt.html oder direkt unter Tel.: 069-9043679-
34, E-Mail: klimaschutzkonkret@den-ev.de.
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Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V.
Franziusstrasse 8-14, 60314 Frankfurt am Main, Ansprechpartnerin: Pamela Faber

Klimaverträgliches Wirtschaften und nachhaltige Entwicklung

Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat am 7. April 2011 sein neues Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“, an Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bundesumweltminister Norbert Röttgen übergeben. Der WBGU begründet in diesem Bericht die dringende Notwendigkeit einer post-fossilnuklearen Wirtschaftsweise, zeigt zugleich die Machbarkeit der Wende zur Nachhaltigkeit auf und präsentiert zehn konkrete Maßnahmenbündel zur Beschleunigung des erforderlichen Umbaus. Damit die Transformation tatsächlich gelingen kann, muss ein Gesellschaftsvertrag zur Innovation durch einen neuartigen Diskurs zwischen Regierungen und Bürgern innerhalb und außerhalb der Grenzen des Nationalstaats geschlossen werden. Nur mit einem tiefen gemeinsamen Verständnis von klimaverträglicher Wertschöpfung und nachhaltiger Entwicklung lässt sich die globale Krise der Moderne überwinden. Mit dem Gutachten zeigt der WBGU Perspektiven für die Zukunft nachhaltigen Wirtschaftens auf, die nach dem atomaren Desaster von Fukushima erst Recht auf der Agenda der nationalen und internationalen Politik stehen müssen.

Die Welt im Umbruch
Die Demokratiebewegungen, die gegenwärtig die Machtstrukturen der arabischen Welt erschüttern und die in kürzester Zeit zu kaum vorstellbaren Umwälzungen geführt haben, zeugen – wie etwa auch der Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 – von der Wirkungsmacht transformativer Kräfte, welche sich mitunter lange im Verborgenen aufbauen. Aus diesen Entwicklungen lassen sich vor allem zwei Lehren ziehen: Erstens ist die Zeit oft bereits reif für einschneidende Veränderungen, auch wenn die Oberfläche einer Gesellschaft noch den Eindruck von Stabilität vermittelt. Dies gilt nicht nur für das verstärkte Streben nach Selbstbestimmung und Teilhabe in vielen Regionen der Erde, sondern zeigt sich auch am klar belegten globalen Wertewandel in Richtung Nachhaltigkeit. Zweitens wirft das Taumeln der auf Öl- und Gasförderung gestützten autokratischen Systeme ein grelles Licht auf die immensen ökonomischen, politischen und sozialen Kosten einer Weltwirtschaft, welche fast ausschließlich von fossilen Energieträgern angetrieben wird – von den ökologischen Schäden ganz zu schweigen. Überdies verdeutlicht die atomare Tragödie in Japan, dass schnelle Wege in eine klimaverträgliche Zukunft ohne Kernenergie beschritten werden müssen. Das herkömmliche industrielle Modell zeigt international bereits Erosionserscheinungen. In vielen Ländern erleben die erneuerbaren Energien ein stürmisches Wachstum. Zahlreiche Regierungen, Städte und Unternehmen setzen klimaverträgliche Zukunftskonzepte in die Praxis um. In allen Bereichen der Gesellschaft gibt es Pioniere des Wandels, die sich aktiv für Dekarbonisierung und Ressourcenschutz einsetzen. Der WBGU bezeichnet diesen kraftvoll einsetzenden Strukturwandel als die „Große Transformation“ von der fossilen zur post-fossilen Gesellschaft – vergleichbar mit dem Übergang von der Agrargesellschaft zur kohlegestützten Mechanisierung im 18. Jahrhundert.
Weitere Informationen:

http://www.wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/hauptgutachten/jg2011/wbgu_jg2011_ZfE.pdf

www.wbgu.de/presse-termine/presseerklaerungen/2011-04-07-presseerklaerung